#75 Warum deine Grenzen dir nur zeigen wo du gerade stehst und nicht wo du aufhören sollst

Coaching | 13. August 2026 Nicole Hasenclever

Deine Grenzen sind nicht gegen dich.

Was, wenn sie ein Wegweiser sind und kein Stoppschild?

In den vergangen Monaten kamen mir immer wieder Gedanken, die mich im Nachgang selbst überraschten.

Gedanken, die mir die Leichtigkeit nahmen

Gedanken, die sich wie eine Last anfühlten.

Gedanken, die viele destruktive Fragen stellten, ohne auf konstruktive Antworten zu warten.

Warum wir manche Gedanken wie lästige Fliegen behandeln.

Doch ich nahm mir nicht die Zeit, diesen Gedanken wirklich zuzuhören. 

Ich wollte in meiner zwar sehr kompakten, aber doch gut bekannten Routine bleiben und in dieser weiter durch den Alltag gehen.  

Vielleicht kennst du das auch?

Du bist mitten im Beschäftigt-Sein und liegst in deinem, möglicherweise mal wieder viel zu eng gefassten, Zeitplan zurück und ganz plötzlich ist er da:

Ein Gedanke, der sich direkt unbequem anfühlt

Und schon wirst du doch ein bisschen beschäftigter und dabei noch etwas schneller.

Du machst weiter, weil du ahnst, dass dieser Gedanke Konsequenzen haben könnte.

Noch schnell die Mail.

Noch schnell einkaufen.

Noch schnell dies erledigen.

Und plötzlich ist der Gedanke wieder leiser.

Nicht gelöst. Nur übertönt. 

Warum wir lernen dürfen, unsere Gedanken zu verstehen, anstatt sie zu bewerten

Besonders wenn uns ein unbequemer Gedanke erreicht, der möglicherweise auch noch Konsequenzen mit im Gepäck hat, ist sie schon da, unsere innere Bewertungsstimme, die uns vielelicht erzählt:

Nicht schon wieder diese Leier.

Jetzt reiß dich mal zusammen. 

Dafür gibt es keinen Grund.

Ich darf mich nicht so anstellen.

Wir haben dem Gedanken noch gar nicht richtig zugehört und schon ist er be- oder sogar verurteilt.

Wie wäre es, wenn wir beim nächsten unbequemen Gedanken einmal etwas anderes ausprobieren?

Anstatt sofort zu beurteilen könnten wir den Gedanken zunächst Fragen:

„Warum bist du gerade da?“

Das klingt vielleicht etwas merkwürdig und fühlt sich in der Umsetzung zu Beginn auch seltsam an, allerdings können die Antworten darauf sehr spannend und hilfreich sein.

Als es um mich still wurde und in mir laut

All das ging mir durch den Kopf, als ich in diesem Sommer mitten in Schweden an einem wunderschönen See saß und feststellte, dass diese immer wiederkehrenden Gedanken auf meine persönlichen Grenzen hinweisen wollten. 

An dieser inneren Grenze stand ich nun also. 

Meine ersten inneren Impulse: aufgeben, weglaufen, beschäftigt sein.

Doch nach ein paar jämmerlichen Versuchen, Steine ins Wasser zu flitschen, gab ich das Beschäftigtsein auf. 

Weglaufen wollte ich nicht, dazu war es an diesem See viel zu schön. So friedlich, so ruhig, so angenehm kühl und wunderschön grün. 

Aufgeben? Die Antwort dazu verrate ich dir gleich, wenn wir uns in der Podcast-Folge treffen. 

Vom Aufgeben und Reflektieren 

In dieser Podcast-Folge erzähle ich dir, warum ich selbst kurz davor war, den Podcast und die Wolkenpusterei aufzugeben. Und ich nehme dich mit in den Reflexionsprozess, der mir geholfen hat, meine persönliche Grenze nicht länger als Problem zu betrachten.



In dieser Folge erfährst du:

  • warum wir an unsere persönlichen Grenzen gelangen und wofür das sogar gut sein kann.
  • was du tun kannst, wenn du gerade das Gefühl hast, nicht mehr weiterzukönnen.
  • warum wir so oft das Dringende mit dem Wichtigen verwechseln.
  • warum das Bekannte nicht automatisch das Richtige für dich sein muss.
  • welche Fragen du dir stellen kannst, wenn du gerade an einer Grenze stehst.

Und natürlich teile ich auch die Fragen mit dir, die mich in meinem eigenen Prozess unterstützt haben.

Vielleicht findest du dich in dieser Folge an der einen oder anderen Stelle wieder. Vielleicht bringt sie dich zum Nachdenken. Vielleicht schenkt sie dir einen neuen Blick auf eine Grenze, mit der du gerade harderst.

Denn manchmal müssen wir nicht stärker werden, um weiterzukommen.
Manchmal dürfen wir einfach aufhören, gegen das anzukämpfen, was uns etwas sagen möchte.

Und vielleicht wartet dahinter eine neue Verbindung zu deiner inneren Kraft. ❤️

Ich wünsche dir ganz viel Freude und noch mehr Entspannung beim Hören dieser Episode. 🎧

Wenn dir die Podcast-Folge gefallen hat, dann teile diese so gerne mit allen Menschen, denen du etwas Gutes tun möchtest.

Warum deine Gedanken keine fertigen Antworten sein müssen 

Die Erwartungen, die wir an unsere eigenen Gedanken haben, können ziemlich hoch sein. 

Viele von uns halten ihre Gedanken für objektive Tatsachen, obwohl das keineswegs alle Gedanken sind. Unsere Gedanken können auch Hinweise, Erinnerungen, Erkenntnisse und Interpretationen sein.

Unser Gehirn versucht, aus dem, was wir wahrnehmen, möglichst schnell eine stimmige Geschichte für uns zu bauen. 

Gerade im Zwischenmenschlichen werden Interpretationen schnell zu Tatsachen deklariert

Lass uns dazu ein Beispiel ansehen:

Eine Freundin antwortet nicht auf eine Nachricht und vielleicht ist der erste Gedanke:

„Sie ist enttäuscht von mir.“

Aufgrund des Nicht-Antwortens und weiterer kleinerer Referenzmomente der jüngsten Vergangenheit, in denen die Freundin nicht so interessiert wirkte wie sonst, ist der erste Gedanke gleichzeitig die Bewertung unseres Gehirns. 

Doch dieser Gedanke ist keine Tatsache.

Wir wissen einfach nicht, warum die Freundin nicht antwortet. Vielleicht ist sie gerade beschäftigt oder sie weiß kurzzeitig nicht, was sie antworten möchte. Es gibt also unzählige andere Gründe, warum die Freundin gerade nicht antwortet. 

Unsere Gedanken sind nicht immer klar und schon gar nicht logisch. 

Wenn dich ein Gedanke (immer wieder) beschäftigt, halte kurz inne und frage dich:

Was weiß ich wirklich?
Was interpretiere ich gerade?
Was fühle ich dabei?
Was könnte dieser Gedanke mir zeigen wollen?

Du musst nicht sofort eine Antwort finden. Vielleicht reicht es zunächst nur neugierig darauf zu werden. 

Unsere Gedanken sind wichtige Hinweise, denen wir in ruhigen und achtsamen Momenten oder auch im 1:1 Coaching, zum Beispiel bei mir in der Wolkenpusterei - alle Infos dazu findest du hier - nachgehen dürfen. 

Welche Gedanken hast du zu diesem Blogartikel und der Podcast-Folge? Schreibe mir gerne und lass uns auf Instagram treffen. Ich freue mich auf dich. 

Sei gut zu dir!

Alles Liebe

Deine

Nicole

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